Weiterer genereller Preisanstieg
Wohnraum in der Schweiz bleibt beliebt und begehrt. Daran ändert sich auch nichts, wenn die letzte Ziffer im Kalender auf eine 6 wechselt. Die Nachfrage ist weiterhin steigend, u. a. dank Bevölkerungszuwachs und attraktiver Bedingungen auf dem Hypothekenmarkt (kein bedeutender Anstieg des Leitzinses zu erwarten). Kombiniert mit einer immer noch zu niedrigen Bautätigkeit führt dies zu einem weiteren Anstieg der Transaktionspreise.
Neubauten und sanierte Objekte
Der Preisanstieg betrifft besonders sanierte Liegenschaften in gutem Zustand. Durch das Wegfallen des Eigenmietwerts (Umsetzung ab 2028, Effekt auf dem Markt bereits spürbar) fällt die zusätzliche Steuerbelastung weg. Bei wenig notwendigen Sanierungen macht dies solche Objekte grundsätzlich erschwinglicher, entsprechend werden die Preise weiter steigen.
Alternative Altbau?
Hält man auf dem Markt jedoch auch nach älteren Objekten Ausschau, besteht durchaus Hoffnung, auch noch zu vernünftigen Preisen den Zuschlag zu erhalten. Da es zukünftig nicht mehr möglich sein wird, Renovationen von den Steuern abzusetzen, überlegen sich viele Käufer genau, ob sie wirklich investieren wollen. Bei Altbauten übersteigt das wegfallende Sparpotenzial die wegfallenden fiktiven Einkünfte oft bei weitem. Zudem sind auch Hypothekarzinsen nur noch beschränkt abzugsfähig.
Dies eröffnet die Tür für Käufer, die bereit sind, Kompromisse beim Standard und Zustand für eine gewisse Zeit einzugehen, oder auch für Heimwerker, die die Sanierung kosten günstiger als andere gestalten können. Sie könnten von stagnierenden oder sogar sinkenden Preisen profitieren.
Fazit
Der Schweizer Immobilienmarkt bleibt umkämpft und das Preiskarussell dreht sich weiterhin nach oben. Altbauten könnten für einen beschränkten Interessentenkreis eine spannende Alternative bieten.




